VRD – Vertuschungsrepublik Deutschland

Flagge von Mozambik mit Kalaschnikow

Flagge von Mozambik mit Kalaschnikow

Schlimm genug, dass Deutschland einer der größten Waffenlieferanten für die Krisengebiete der Welt ist, viel schlimmer ist, dass das Verteidigungs-ministerium in naiver und unfähiger Tateinheit mit dem Kriegswaffenproduzenten Heckler&Koch junge Mitbürger in ebendiese Krisengebiete schickt ohne ihnen das richtige Werkzeug mitzugeben.

Es geht hier nicht um die Frage, ob sich die Bundeswehr in der Welt einmischen soll. Es geht um Schlamperei, Arroganz, Dummheit und Vertuschung.

Ich schreibe über das offensichtlich auf dem technischen Stand der Nachkriegszeit stehengebliebene „Standardschießgewehr“ der Bundeswehr, dem G36. Es wird seit 1995 bei der Bundeswehr eingeführt, mittlerweile sollen 178.000 Gewehre für zusammen 180 Millionen EURO gekauft worden sein. Nachkriegszeit? Das ist doch das Beste vom Besten? Es gibt einen offiziellen Untersuchungsbericht von H&K von 135 Seiten, der im Wesentlichen darstellt, dass das G36 zumindest nicht schlechter sei, als die Kalaschnikow AK47. Es ist auf den ersten Blick legitim, sich mit dem weltweiten Standard zu vergleichen, von der AK47 wurden ca. 100 Millionen Stück gebaut. A-B-E-R diese Waffe wurde von Herrn Kalaschnikow, der Ende 2013 verstorben ist, im Jahr 1944 entwickelt und seit 1947 gebaut. Ich darf aus dem o.a. Bericht nicht zitieren, das kann jeder selbst nachlesen. Ein Passus ist aber dermaßen entlarvend und bezeichnend für die Dummheit und Arroganz, mit der der Bericht verfasst wurde, dass ich diesen leicht verändert wiedergebe. Es wird so noch klarer. (Fett = verändert, der Rest ist Original)

In Bezug auf die medial aufgestellte und verbreitete Behauptung, dass das der SUV X5 im heißgefahrenen Zustand stärker klappert als der Lada Niva konnte mit der vorliegenden Untersuchung zumindest insofern der „Negativ-Beweis“ geführt werden, als dass zweifelsfrei festgestellt werden konnte, dass mindestens zwei der insgesamt 10 X5 Geländewagen beispielhaft benannt werden können, welche im heißgefahrenen Zustand bei Straßenbelag Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 444 ein (teilweise sogar erheblich) geringeres Klappern als die getesteten Ladas aufwiesen.

Also zwei von 10 der Hi-Tech Gewehre waren besser als die 70 Jahre alten Kalaschnikows. Übersetzt auf die Autoindustrie, wäre der Trabant jedem Smart vorzuziehen. (Ich betone ausdrücklich, dass meines Wissens weder der X5 noch der Niva klappern. Es geht nur darum, die Aussagen im H&K Bericht zu verdeutlichen)

Piëch hätte sicherlich alle Verantwortlichen auf der Stelle rausgeworfen.

Der Bericht ist von 2013 und wurde sicherlich im Verteidigungsministerium gelesen. Warum hat man nicht schon damals die Notbremse gezogen? Nein, man gibt weiterhin hunderte von Soldaten zum Abschuss frei. Es wird beschönigt und vertuscht nur um den eigenen Arsch zu retten.  Ursache ist ein Klima der Schwäche und der Angst. Die Menschen haben Angst vor Fehlern. Daher werden Fehler und Missstände nicht nach oben berichtet. Wie blöde. Jeder entdeckte Fehler birgt die Chance auf sichtbare Verbesserung. Jeder nicht berichtete Fehler führt unweigerlich zu größeren Fehlern und am Ende zur Katastrophe. Das findet man nicht nur in der Politik, es zieht sich durch die gesamte Industrie, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Bei diesen wird Offenheit gelebt anstatt Unterdrückung, Kreativität statt Excel und Verbesserung der Prozesse durch Lernen aus Fehlern. Das setzt enormes Leistungspotential frei, da die wertvollen Ressourcen nicht an Vertuschung und Suche nach Schuldigen verschwendet werden.

In der Politik ist der Weg am steinigsten, da immer die nächste Wahl ansteht. Solange wird man Lada und Trabbi fahren.

 

 

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