Hoeneß, Reus und die deutsche Justiz: Völlig daneben.

Der eine bescheißt den Staat um um 30 Millionen (die nach der Salamitaktik rausgekommen sind – vielleicht waren es noch mehr?), der andere fährt jahrelang ohne oder was noch krimineller ist mit gefälschtem Führerschein und man lässt die quasi laufen. Ja das wäre doch mal was gewesen, Reus hätte bis an sein Lebensende laufen müssen und Hoeneß auch. Aber der Herr ehemaliger Bayern Präsident lässt sich nach lächerlichen sieben Monaten Knast-mit-Sonderrechten vom Fahrer zum FC Bayern kutschieren und abends wieder zurück. Der Mann, der so viel Gutes getan hat, kümmert sich jetzt um die Jugend. Ein Musterbeispiel von Staatstreue und vorbildlichem Verhalten als Steuerzahler kümmert sich um die Jugend. Was bekommt die für einen Eindruck von diesem Land. Wer sich hier um den Fußball verdient macht, darf tun und lassen was er will. Die Justiz packt ihn mit Samthandschuhen an, er darf sein Gesicht jeden Tag in die Bildzeitung hängen, wo ihm seine Anhänger huldigen können. Das gilt für beide. Die Jugend lernt weiter: pro 10.000 EUR Steuerhinterziehung muss man knapp zwei Stunden ins Gefängnis. Der Herr hätte was für die Jugend tun können, wenn er jeden einzelnen Tag in der Bildzeitung aus dem Knast raus beschrieben hätte, was er für einen Scheiß gemacht hat, dass sein Leben ruiniert ist und dass er nur davor warnen kann, sowas nachzumachen. Es gibt bei den Bayern bestimmt clevere Schreiberlinge, die das wirkungsvoll beschreiben könnten. Das hätte vielleicht Wirkung. Der andere kommt mit einer Strafe aus der Portokasse davon, einen Tag unterhalb vorbestraft. Da kann man durchaus geteilter Meinung sein, ob man das Leben von Marco Reus ruinieren sollte, ich denke nicht. Aber auch diese Verfehlung hätte man zum Anlass nehmen müssen, den Fans etwas beizubringen, als einfach zur Tagesordnung und der Sportschau überzugehen. Was wäre denn passiert, hätte er einen kapitalen Unfall gebaut. Die Versicherung hätte nichts bezahlt, klar fahren ohne Führerschein. Wenn der Schaden in die Millionenhöhe oberhalb seiner Möglichkeiten gegangen wäre (deshalb ist heute die normale Versicherungssumme 100 Millionen EUR !!), dann wären die kleinen Geschädigten wieder dran gewesen oder der Staat und damit alle. Die haben’s ja, weil die Steuersünder alle Angst haben.

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. In unserer Demokratie gibt es die Gewaltenteilung zwischen Staat und Justiz und das ist gut so. Aber offensichtlich nicht zwischen Fußball und Justiz und das ist schlecht so.

Fußball ist unser Leben, ja König Fußball regiert die Welt.

Euer Achim

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